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Filippo Colombo siegte in Lenzerheide in der U23-Klasse vor Vlad Dascalu. Foto. Traian Olinici
11.08.2019 18:31
Zweiter Sieg für Colombo im MTB-Weltcup - Brandl auf Rang 15

Lenzerheide (rad-net) - Der Schweizer Filippo Colombo hat in Lenzerheide den U23-Weltcup der Herren gewonnen. Im Sprint bezwang er den zuletzt vierfachen Sieger Vlad Dascalu aus Rumänien, Dritter wurde der Spanier Jofre Cullell, 30 Sekunden zurück. Bester Deutscher war Max Brandl auf Rang 15 (+3:02).

Beim Deutschen Meister aus Freiburg lief in der Schweiz nicht viel zusammen. Die Prellungen am Rücken vom Trainingssturz im Val di Sole und Probleme mit der Atmung, «es lief einfach nichts», meinte er im Ziel verärgert und enttäuscht von sich selbst. «Mehr kann ich nicht dazu sagen.» Nach einem ordentlichen Start fiel Brandl bis auf Position 19 zurück, ehe er sich noch mal ein wenig aufrappeln und bis auf 15 nach vorne fahren konnte.

Erfreulich war die Leistung von Leon Kaiser (Monheim), der mit Rang 23 (+3:40) sein bisher bestes U23-Weltcup-Ergebnis erzielte. Dabei gelang es ihm das Prestige-Duell mit Junioren-Weltmeister Alexandre Balmer (Schweiz) zu gewinnen. Im Vorjahr hatte Balmer den Deutschen bei der WM in Lenzerheide auf Platz drei verwiesen. «Endlich ist der Knoten geplatzt. Wir hatten hier eine geile Woche und haben uns mit dem Nationalkader gut vorbereitet. Ich bin einfach meinen Rhythmus gefahren, aber als Balmer noch mal kam, dachte ich mir, nein diesmal nicht», meinte Kaiser lachend.

Sein Bulls-Teamkollege Niklas Schehl (Freiburg) fühlte sich «nicht erholt» und hatte wohl auch zu wenig Luft im Reifen. «Vom Kopf her war ich heute auch nicht da, ich konnte mich nicht so gut konzentrieren», meinte er zu Rang 26 (+4:02), «ganz schlecht war es aber auch nicht.»

Das Duell um den Sieg hatte man diese Saison schon öfter gesehen, genauer: dreimal schon besetzten Vlad Dascalu und Filippo Colombo die ersten zwei Plätze. Zu Beginn in Albstadt reüssierte der Schweizer, dann reihte der Rumäne vier Siege in Folge. Colombo gewann im Sprint um eine Radlänge und verschob damit die Entscheidung um den Gesamtsieg auf das Finale im September in Snowshoe.

«Ich wollte den Sieg unbedingt und in der letzten Runde bin ich immer von vorne gefahren», erklärte Colombo. «Das war mein großes Ziel, richtig geil.»

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