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Timo Bichler will der schnellste Teamsprint-Anfahrer der Welt werden. Foto: BDR
29.07.2021 09:45
Road to Tokio: Bichler will der schnellste Anfahrer der Welt werden

Tokio (rad-net) - Am 23. Juli haben die Olympischen Spiele von Tokio begonnen. Der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) startet in vier Disziplinen Bahn, BMX, Mountainbike und Straße. In unserer Serie der BDR Olympia-Kandidaten präsentieren wir heute Timo Bichler, der im Teamsprint an den Start geht und der Jüngste im Trio von Bundestrainer Detlef Uibel ist.

Mit 22 Jahren ist Timo Bichler der Jüngste im Olympiakader der Bahnfahrer. Für ihn war die Verschiebung der Olympischen Spiele ein Glücksfall. 2020 hätte er es vermutlich nicht geschafft, aber in den letzten Monaten hat der in Simbach am Inn aufgewachsene Sprinter so einen Leistungssprung gemacht, dass er sich das Ticket nach Tokio verdient hat. Timo Bichler ist seinem großen Ziel, einmal der schnellste Mann der Welt auf der Bahn zu sein, wieder ein Stück näher gekommen. In Tokio kann er zeigen, was er gelernt hat.

«Bichler hat sich in den letzten Monaten bei internen Sichtungs-Wettkämpfen deutlich durchsetzen können und sein Leistungspotential erheblich gesteigert», lobt Bundestrainer Detlef Uibel und setzt Bichler im Teamsprint auf die Nummer 1, die Anfahrer-Position. Dort soll er zusammen mit den Routiniers Stefan Bötticher und Maximilian Levy auf Bronzekurs steuern.

Von Bichlers Schnelligkeit war schon Frank Ziegler, Landestrainer in Rheinland-Pfalz, früh überzeugt. Er sah den jungen Timo 2014 bei Jugend-Sichtungsrennen in Frankfurt/Oder. «Da fuhr er im 500-Meter-Zeitfahren schon eine 35,1», erinnert sich Ziegler. Dabei hatte sich der großgewachsene Jugendfahrer eigentlich zunächst fürs Mountainbike entschieden. Aber die Bahn faszinierte ihn ebenfalls, der Rausch der Geschwindigkeit. «Ich liebe das. Es ist wie Achterbahnfahren nur mit Fahrrad», schwärmt Bichler. Ziegler hat das früh erkannt und nahm den jungen Athleten bald unter seine Fittiche, holte ihn ans Heinrich-Heine-Gymnasium nach Kaiserslautern und zum RV Dudenhofen und ab 2018 zum Bahn-Team Rheinland-Pfalz.

2015 stellte Bichler bei den deutschen Meisterschaften in Berlin mit 32,872 Sekunden einen neuen deutschen Jugend-Rekord über 500 Meter auf. Und von da an ging es weiter steil nach oben. 2016 feierte er seinen ersten internationalen Erfolg, holte bei den Junioren-Europameisterschaften Silber im Keirin. Im Jahr darauf wurde er deutscher Junioren-Meister im Teamsprint (mit Sascha Deringer und Elias Edbauer) und errang gemeinsam mit Carl Hinze und Elias Edbauer zwei Mal Edelmetall: Silber bei den Junioren-Weltmeisterschaften in neuer deutscher Rekordzeit von 45,406 Sekunden und Bronze bei den Junioren-Europameisterschaften, wo das Trio den Rekord auf 44,995 Sekunden verbesserte. Bei der Weltmeisterschaft in Montichiari in Italien fuhr Bichler in 17,77 Sekunden die schnellste Anfahrtszeit, die je ein deutscher Nachwuchsfahrer erreicht hat und verbesserte die alte Rekordmarke von Philip Hindes (17,9), britisch-deutscher Bahnsprinter, der 2018 Vize-Weltmeister im Teamsprint wurde und übrigens auch seine ersten Jahre am Heinrich-Heine-Gymnasium verbrachte.

Dann kam der Wechsel in die Eliteklasse, wo sich Bichler gegen starke nationale Konkurrenz behaupten musste. Max Dörnbach, Eric Engler oder Nik Schröter kämpfen ebenfalls um einen der begehrten Plätze im Sprinter-Trio. Bichler bekam seine Chance und nutzte sie, überzeugte beim Bahnrad-Weltcup in Minsk und besonders bei den Europameisterschaften 2018 in Glasgow, wo er gemeinsam mit Stefan Bötticher und Joachim Eilers Bronze im Teamsprint gewann. Im vorolympischen Jahr wurden die Teamsprinter mit Bichler Vierter bei der Weltmeisterschaft in Pruszkow, verpassten Bronze knapp. Der Konkurrenz-Kampf innerhalb der Nationalmannschaft wuchs: Bei der WM im eigenen Land, im Februar 2020 in Berlin, wollten alle dabei sein und sich damit auch für die Spiele in Tokio empfehlen, die noch im Sommer 2020 geplant waren.

Bichler schaffte es in Berlin nicht ins Team, Uibel gab dem acht Jahre älteren Engler den Vorzug. Doch das Trio wurde nur Sechster. Danach wurden die Karten wieder neu gemischt. Und weil Olympia um ein Jahr verschoben wurde, durfte sich Timo Bichler wieder Hoffnung machen. Dann der Schock: Beim Sprinter-Cup in Rostock im September 2020 verletzte sich Bichler bei einem Sturz im Keirinrennen so schwer, dass er eine schwere Gehirnerschütterung, zahlreiche Schürfwunden erlitt und sich den Daumen brach. Wochenlang musste der Wahl-Kaiserslauterer pausieren, kam aber stärker denn je zurück. «Timo ist in der Lage, eine 17,3 oder 17,4 zu fahren, damit könnten sie in Tokio um Bronze fahren», glaubt Heimtrainer Frank Ziegler.

Bichler selbst ist überglücklich, den Sprung ins Olympiateam geschafft zu haben. «Davon träumt doch jeder Sportler, einmal bei Olympia am Start zu stehen», sagt er und nimmt alle Einschränkungen, die die Corona-Pandemie mit sich bringt, in Kauf. «Sicher ist es schade, dass die Spiele wohl ohne Publikum stattfinden werden, aber besser so als gar nicht», sagt Bichler, der derzeit schnellste Anfahrer im deutschen Team.

Dem Sport und den Traum von Olympia ordnet Bichler alles unter. Wenigstens fast alles. Als 2019 die Abiturprüfungen anstanden, aber seine Anwesenheit auch beim Trainingslager in Südafrika gefordert war, fand Bichler einen Weg, beides miteinander zu verbinden. Seine Biologieprüfung hat er einfach an der deutschen Schule in Kapstadt abgelegt und dann zu Hause den Rest erledigt. Und mit dem Abi in der Tasche konnte er dann auch seinen Platz an der Polizeischule einnehmen. Und obwohl er jetzt als Bundespolizist in Kienbaum stationiert ist, lebt und trainiert weiterhin in Kaiserslautern. Und wenn die Zeit es erlaubt, dann reist er auch gern mal wieder nach Hause zur Familie nach Simbach am Inn nahe der österreichischen Grenze. Dann kümmert er sich im heimischen Garten sehr gern um die Pflanzen, freut sich, wenn die Erdbeeren gedeihen. «Das ist ein guter Ausgleich zum hektischen Leistungssport», findet der Olympia-Teilnehmer.


Zehn Fragen an Timo Bichler

Was war dein bisher schönster sportlicher Erfolg?
Bei meiner ersten Elite-EM die Bronzemedaille in Glasgow 2018 zu gewinnen.

Was motiviert dich?
Mein Ziel, schnellster Anfahrer der Welt zu werden.

Welche Vorbilder hast du?
Vorbilder habe ich im Moment keine.

Deine Lieblingsfächer in der Schule?
Mein Lieblingsfach in der Schule war immer Sport, auch wenn ab der 11. Klasse der Theorieteil dazu kam.

Was ist dein Lieblingsessen?
Ganz klar ein richtiges Wiener Schnitzel mit Pommes und Preiselbeermarmelade.

Nenne deine persönliche Stärke/Schwäche.
Stärke sowie Schwäche ist meist das zu sagen, was ich mir denke, egal ob es in der Situation gut oder schlecht für mich ist.

Auf was möchtest du nie verzichten?
Auf die Fähigkeit und Möglichkeit Sport zu treiben und mich draußen bewegen zu können.

Welchen Traum möchtest du dir im Leben noch erfüllen?
Eine Olympiamedaille gewinnen.

Was ist für dich ein perfekter Tag?
Von der Sonne aufgeweckt werden, locker in den Tag starten, an einen Berg wandern und in die Ferne sehen.

Welche Überschrift möchtest du gern einmal von dir lesen?
Timo Bichler schnellster der Welt.


Steckbrief Timo Bichler

Team: Bahnteam Rheinland-Pfalz
Geburtstag: 22.3.1999 in Burghausen
Wohnort: Simbach/Kaiserslautern
Team: Bahnteam Rheinland-Pfalz
Größe/Gewicht: 1,82 m/80 kg
Größte Erfolge:
2016: 2. U19-EM Keirin
2017: 2. U19-WM Teamsprint (mit Elias Edbauer und Carl Hinze), 3. U19-EM Teamsprint (mit Edbauer und Hinze), 1. U19-DM Teamsprint (mit Edbauer und Sascha Deringer)
2018: 3. EM (mit Stefan Bötticher und Joachim Eilers)

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