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Julian Alaphilippe setzte zehn Kilometer vor dem Ziel die entscheidende Attacke. Foto: Bettiniphoto
27.09.2020 16:35
Alaphilippe holt sich den Weltmeistertitel - Schachmann Neunter

Imola (rad-net) - Julian Alaphilippe ist neuer Straßen-Weltmeister. Nach einem spannenden Finale gewann der Franzose in Imola (Italien) als Solist vor dem Belgier Wout van Aert und Marc Hirschi aus der Schweiz.

Maximilian Schachmann erreichte einen starken neunen Platz, Simon Geschke wurde 17. Zuvor bestimmte Jonas Koch weite Teile des Rennens mit.

«In diesem Moment ist es schwer für mich, etwas zu sagen», sagte der symphathische Franzose im Siegerinterview mit Freudentränen in den Augen. «Ich möchte mich nur bei meinen Teamkollegen bedanken, die an mich geglaubt haben. Alle haben großartig gearbeitet. Es ist ein Karrieretraum, der wahr wird. Ich bin mit einer Menge Ambitionen hierher gekommen. Es ist ein Traum, der wahr wird.»

Direkt nach dem Start des 258 Kilometer langen Rennens wurde von den kleineren Nationen aus dem Peloton attackiert. Dadurch entstand eine siebenköpfige Spitzengruppe mit dem deutschen Nationalfahrer Jonas Koch, Yukiya Arashiro (Japan), Eduard Grosu (Rumänien), Ulises Afredo Castillo Soto (Mexiko), Torstein Træen (Norwegen), Marco Friedrich (Österreich) und Daniil Fominykh (Kasachstan). Die Gruppe wurde sofort vom Feld, in dem die Schweizer und Dänen die Tempoarbeit machten, fahren gelassen und der Vorsprung wuchs auf bis zu sieben Minuten an.

Nach 120 Kilometern an der Spitze des Rennens musste mit Friedrich der erste Ausreißer die Segel streichen, zehn Kilometer später - der Vorsprung aufs Peloton betrug immer noch sechs Minuten - konnte auch Grosu nicht mehr folgen. Und auch im weiteren Verlauf bekamen Fahrer an der Spitze Probleme, bis nur noch Koch und Træen übrig blieben. Zu diesem Zeitpunkt lag das Duo noch mehr als vier Minuten vor dem Feld.

Nach und nach, als die 100-Kilometer-Marke näher rückte, wurde das Tempo im Feld, angeführt durch die Schweiz und Belgien, erhöht und die ersten Favoriten zeigten sich vorne. Plötzlich zogen die Franzosen das Tempo an. Es dauerte nicht lange, dass der Abstand zum Ausreißerduo rapide sank und 68 Kilometer vor dem Ziel - nach 190 Kilometern (!) an der Spitze - war der Fluchtversuch von Koch und Træen schließlich beendet. Das französische Nationalteam hielt das Tempo weiter hoch, was dafür sorgte, dass das Feld sich verkleinerte, wenngleich auch nicht maßgeblich.

Ehe es auf die letzten 50 Kilometer ging, kam kurzzeitig etwas Ruhe ins Feld. Aber nur solange, bis 41 Kilometer vor dem Ziel Tadej Pogcar (Slowenien) attackiert - genau an derselben Stelle wie Anna van der Breggen (Niederlande), die sich gestern den WM-Titel bei den Frauen nach einem starken Solo schnappte. Genauso wie sie hatte Pogacar am Gipfel des zweiten Berges der Runde rund zehn Sekunden Vorsprung. Doch man war nach dem gestrigen Ausgang des Rennens gewarnt und ließ den Tour-de-France-Sieger nicht allzu weit weg. Unter der Nachführarbeit der Belgier bekam Pogacar maximal 25 Sekunden Vorsprung zugesprochen, ehe ihn ein auf rund 30 bis 40 Fahrer dezimiertes Feld 20 Kilometer vor dem Ziel wieder stellte.

Danach wurde das Finale eröffnet. Die Italiener wollten fortan das Rennen für Vincenzo Nibali schwer machen, der auch selber am ersten Anstieg des 28-Kilometer-Rundekurses eine Attacke setzte, die aber vereitelt wurde. Unter dem Tempodiktakt der Franzosen waren weitere Angriffe von Favoriten wie Richard Carapaz (Ecuador) und Rigoberto Uran (Kolumbien) genauso wenig von Erfolg gekrönt. Die Entscheidung wurde also an den letzten Berg vertagt.

Dort verschärfte zwölf Kilometer vor dem Ziel Marc Hirschi das Tempo. Dem Schweizer konnten nur noch Alaphilippe, Van Aert, Nibali, Primoz Roglic (Slowenien), Michal Kwiatkowski (Polen), Jakob Fuglsang (Dänemark) und Maximilian Schachmann folgen. Doch der Deutsche und Nibali mussten ihren Anstrengungen Tribut zollen und fielen zurück, als Kwiatkowski das Tempo nochmals erhöhte.

Diese Tempoverschärfung konterte Alaphilippe mit einem Angriff seinerseits und führte damit die Entscheidung herbei. Der 28-Jährige trat kurz vor dem Gipfel, zehn Kilometer vor dem Ziel, an und kam alleine weg. Auf dem Weg ins Ziel konnte der als starker Abfahrer bekannte Alaphilippe seinen Vorsprung vergrößern, hatte aber nie mehr als rund 15 Sekunden. Immer und immer wieder blickte sich Alaphilippe um, wo seine Verfolger waren, doch die konnten auch nicht mehr schneller fahren und das Loch nicht schließen. Schließlich musste das Quintett einsehen, dass der WM-Titel an Julian Alaphilippe, der mit 24 Sekunden Vorsprung den Zielstrich überquerte vergeben war.

Im Sprint um Silber war Wout van Aer klar der schnellste und sicherte sich den zweiten Rang. Im Fotofinish schnappte sich Marc Hirschi vor Michal Kwiatkowksi die Bronzemedaille.

In der nächsten Verfolgergruppe, die 53 Sekunden Rückstand zum Sieger aufwies, erreichte Schachmann das Ziel und kam auf einen guten neunten Rang, mit dem der 26-Jährige direkt nach dem Rennen allerdings etwas haderte. «Die letzten Meter über den Berg ist das Loch aufgegangen, und ich habe den Anschluss ganz nach vorn verloren. Kwiatkowski hatte noch was im Tank und hat angezogen, aber ich habe es einfach nicht mehr geschafft. Das Bein wollte nicht mehr. Aber wir sind ein gutes Rennen gefahren, die Mannschaft hat einen super Job gemacht. Ich konnte meine Kräfte bis ins Finale sparen. Das Ergebnis ist solide, aber ich hatte mir schon erhofft, noch weiter vorn reinzufahren. Aber da hat mir leider am Ende ein bisschen gefehlt.»

Simon Geschke, der mit 1:34 Minuten Rückstand 17. wurde, sagte: «Wenn man so knapp dran ist, will man natürlich schon vorn sein, aber Top Ten ist bei so einem Rennen kein schlechtes Ergebnis. Ich bin mit dem WM-Rennen zufrieden, auch wenn es im Finale nicht ganz gereicht hat, und Max enttäuscht ist, weil ihm drei Sekunden gefehlt haben. Das Rennen war super schwer, wir waren im Finale gut positioniert, haben nichts falsch gemacht und können uns daher keinen Vorwurf machen, dass es zum Schluss nicht mehr gereicht hat.»

«Unsere Strategie ging auf, die Mannschaft hat die Renntaktik gut umgesetzt. Wir hatten wie geplant mit Jonas Koch einen Fahrer in der Spitzengruppe. Und unsere beiden Kapitäne Schachmann und Geschke konnten wir den ganzen Tag beschützen und aus dem Wind halten. Beide schafften es, bis zur rennentscheidenden Phase vorn zu sein. Dann fehlte nicht viel, um im Kampf um eine Medaille mitzufahren. Der neunte Platz von Max ist eines der besten WM-Resultate der letzten Jahre», bilanzierte der Sportliche Leiter der Deutschen, Jens Zemke.

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