Araxa (rad-net) - Zum Auftakt des Mountainbike-Weltcups im brasilianischen Araxa hat es für die Deutschen im Short-Track einige Top-Ten-Ergebnisse gegeben. Damit starten sie aussichtsreich in die morgigen Cross-Country-Wettbewerbe.
Für das beste deutsche Resultat sorgte Paul Schehl im Rennen der Männer U23. Er wurde Fünfter, während der Norweger Sondre Rokke vor Brayden Johnson (USA) und Gustav Pedersen (Dänemark) gewann. «Paul hat sich im Schlussspurt leider etwas einbauen lassen und konnte dadurch nicht im Sprint um den Sieg eingreifen. Aber er ist mit seiner Form zufrieden und kann zuversichtlich auf morgen blicken», sagte Bundestrainer Marc Schäfer. Fabian Eder, der am Start von einem Sturz ausgebremst wurde, belegte noch den 17. Platz und Benjamin Krüger wurde 18.
Ein gutes Resultat erzielte auch U23-Mountainbikerin Carla Hahn mit Rang acht. «In der vorletzten Runde hatte sie attackiert, konnte es aber nicht ganz durchziehen. Trotzdem hat sie als Achte die erste Startreihe für das morgige Cross-Country gerettet», so Schäfer. Finja Lipp fuhr als Zwölfte nur knapp an der Top-Ten vorbei. Derweil wurde Isabella Holmgren aus Kanada ihrer Favoritinnenrolle gerecht und verwies als souveräne Siegerin Katharina Sadnik (Österreich) und Ella Maclean-Howell (Großbritannien) auf die Plätze zwei und drei.
Ebenfalls unter die besten Zehn fuhr Kira Böhm in ihrem ersten Elite-Weltcup im Short-Track. Sie belegte beim Sieg der Britin Evie Richards (Trek-Pirelli) vor Samara Maxwell (Decathlon-Ford) und Alessandra Keller (Thömus-Maxon) den neunten Platz. «Das war sehr, sehr gut», urteilte der Bundestrainer, der weiter sagte: «Sie ist sehr stark gefahren und konstant um die Position unterwegs gewesen.» Ronja Eibl (Origine) zeigte sich als Elfte überraschend stark. Auch mit ihr war Schäfer entsprechend zufrieden: «Das ist ein gutes Ergebnis.» Nina Graf (Lapierre) erwischte keinen optimalen Start, weil sie eingeklemmt war und ging als fast letzte auf die Strecke. Doch sie arbeitete sich noch nach vorne und kam am Ende als 20. ins Ziel. Lia Schrievers (KMC-Ridley) fuhr auf Rang 21. «Alle vier Frauen in den ersten drei Startreihen morgen, das ist gut», so Schäfer.
Das Rennen der Männer war vom Start bis zum Ziel sehr eng, hektisch und umkämpft. «Es gibt einen Anstieg auf der Runde und der ist schmal und kurvenreich, sodass es hier sehr eng zuging. Das ist Luca Schwarzbauer leider zum Verhängnis geworden, weil er einmal die falsche Linie gewählt hat und dann direkt viele Positionen einbüßte», berichtet Marc Schäfer. Am Ende wurde er 31. Für das beste deutsche Resultat sorgte Max Brandl als Zwölfter, obwohl auch er am Start aufgehalten wurde. «Aber er ist ruhig geblieben und hat sich noch nach vorne schieben können», so Schäfer. David List wurde 15., Julian Schelb überquerte als 27. den Zielstrich.
Morgen stehen die Cross-Country-Wettbewerbe aller Klassen auf dem Programm.
Holt euch die News aus der Welt des Radsports mit der App von rad-net direkt aufs Handy!
