Moskau (rad-net) - Das deutsche Team hat zum Auftakt der MTB-Europameisterschaft in Moskau in der Staffel Rang sechs belegt. Der Titel ging an die Italiener, die das Schweizer Quartett um vier Sekunden distanzierten. Bronze gewannen die Niederländer.
Das deutsche Team ging schon mit einem Handicap in den Staffel-Wettbewerb. Die Räder der Junioren Ben Zwiehoff und Lukas Baum sowie von U23-Fahrer Julian Schelb waren nicht in Moskau angekommen und auch nicht deren Koffer. So waren Zwiehoff und Schelb im Staffel-Rennen auf den Bikes der Schweizerin Kathrin Stirnemann und der Schwedin Alexandra Engen unterwegs. Schelb verfehlte als Startfahrer mit einem ungewohnten Pedalsystem prompt die Pedale und musste hinterher jagen. Überdies machte ihm eine ungewohnte Schaltung Probleme. Er wechselte nur als Siebter. Zwiehoff bekam gegenüber den besten Staffeln zusätzlich Rückstand aufgebrummt.
Sabine Spitz beklagte, dass sie mit der Anreise am Tag zuvor «einfach nicht hundertprozentig frisch» gewesen sei und mit zwei Trainingsrunden am Vormittag auch den Rhythmus für die Strecke noch nicht gefunden habe. «Da hast du dann nicht immer den richtigen Gang drin. Aber bis Sonntag bleibt ja noch etwas Zeit», versuchte sie das Rennen abzuhaken.
Moritz Milatz sah das aus dem gleichen Blickwinkel. «Nach der Anreise gestern war mir eigentlich klar, dass es nicht funktionieren würde. Meine Beine waren schwer, von Anfang an», sagte der Freiburger, der auf der Schlussrunde noch von Rang fünf auf sechs zurück fiel. «Bis Sonntag sind es ja noch drei Tage.»
Mit den Medaillenrängen hatten die Deutschen so nie etwas zu tun. Die Italiener konnten etwas überraschend in der letzten Runde noch die Schweizer abfangen und sich zum zweiten Mal den EM-Titel holen. Die als Führende in die letzte Runde gefahrenen WM-Zweite Maja Wloszczowska aus Polen wurde kurz vor dem Ziel auch noch vom Niederländer Henk-Jaap Moorlag überholt.