Nürnberg (rad-net) - Am kommenden Wochenende findet auf der Radrennbahn Nürnberg die Deutsche Meisterschaft der Steher statt. Topfavoriten sind die amtierenden Deutschen Meister sowie Europameister, Stefan Schäfer und sein Schrittmacher Peter Bäuerlein.
Die Medaillenvergabe dürfte auch in diesem Jahr nur über die Titelverteidiger gehen. Schäfer ist bekannt dafür, dass er große Gänge auch in dem Finale über eine Stunde fahren kann und dürfte auf der schnellen Nürnberger Piste nur schwer zu schlagen sein. Das Gespann präsentierte sich in den letzten Wochen schon in hervorragender Form und gewann auch das letzte Rennen in Nürnberg Mitte Juni.
Bei dem selben Rennen musste sich aber Franz Schiewer mit Gerd Gessler am Ende nur knapp Schäfer/Bäuerlein geschlagen geben. Schiewer hat sicherlich die Möglichkeit, auf dem 400 Meter langen Betonoval am Reichelsdorfer Keller, auf jeden Fall um die Medaillen, wenn nicht sogar um den Titel, mitzufahren.
Gespannt sein darf man in jedem Fall auch auf die beiden Lokalmatadoren Thomas Steger und Schrittmacher Thomas Ruder. Die beiden kennen auf der Nürnberger Bahn jeden Zentimeter in und auswendig und wollen nach zwei dritten Plätzen bei den nationalen Titelkämpfen bei ihrer Heim-DM auf dem Podest weiter nach oben klettern. Wenn für sie alles perfekt läuft, könnten auch sie am Ende ganz oben auf dem DM-Podest stehen.
Immer für eine Überraschung gut sind Robert Retschke und Holger Ehnert, die auch zum Kreise der Medaillenanwärter zu zählen sind. Auch nicht vergessen darf man den letztjährigen Vizemeister Nico Heßlich, der an der Rolle von André Dippel fährt. In diesem Jahr war er aber bislang nur bei zwei Steherrennen am Start, wobei er in Bielefeld immerhin einen Laufsieg davontragen konnte, dennoch ist er schwer einzuschätzen. Auf der Rechnung haben sollte man auch Daniel Harnisch mit Lutz Weiß. Er hatte erst im vorletzten Jahr sein Steher-Debüt gegegeben und konnte bei den letzten beiden DMs Vierter und Fünfter werden. Vor zwei Wochen holte er Bronze bei der Derny-DM.
Los geht es am Freitag um 18 Uhr mit den Vorläufen über 40 Kilometer. Hier qualifizieren sich jeweils die besten vier Gespanne, also ingesamt acht, für das Große Finale um den DM-Titel . Am Sonntag wird dann um 16 Uhr zunächst das Kleine Finale über 40 Kilometer um die Plätze neun bis 16 gestartet, um 17:25 Uhr fällt der Startschuss dann zum Großen Finale über eine Stunde.