Oudenaarde (rad-net) - Tadej Pogacar (UAE-Team Emirates-XRG) hat die Flandern-Rundfahrt zum dritten Mal gewonnen. Der Weltmeister setzte sich im Alleingang durch, nachdem er einen Kontrahenten nach dem anderen abschütteln konnte.
Nach dem Start in Antwerpen dauerte es eine Weile, bis sich die Ausreißergruppe des Tages formierte. Attacken gab es einige, doch erst nach rund 30 Kilometern bildete sich eine 13-köpfige Spitzengruppe. Im Peloton kontrollierte UAE-Team Emirates-XRG das Tempo. Vor allem Nils Politt und Mikkel Bjerg hielten den Abstand bei rund drei Minuten, bis das Peloton 212 Kilometer vor dem Ziel an einem Bahnübergang halten musste. Die Ausreißer profitierten von der Situation und bauten den Vorsprung dadurch auf fünfeinhalb Minuten aus.
Als es rund 100 Kilometer vor dem Ziel über den Molenberg ging, erhöhte Florian Vermeersch (UAE-Team Emirates-XRG) das Tempo. Er sprengte das Hauptfeld auseinander, sodass eine Gruppe von etwa 20 Fahrern übrig blieb, darunter alle Favoriten: Pogacar, Mathieu van der Poel (Alpecin-Premier Tech), Wout van Aert (Visma-Lease a Bike) und Remco Evenepoel (Red Bull-Bora-hansgrohe). Diese Gruppe holte 78 Kilometer vor dem Ziel die Ausreißer ein.
Die Vorentscheidung fiel, als Pogacar 56 Kilometer vor dem Ziel bei der zweiten von drei Überquerungen des Oude Kwaremonts attackierte. Van Aert war direkt an seinem Hinterrad, Van der Poel folgte kurze Zeit später. Evenepoel hatte zu kämpfen, erreichte aber seine drei Kontrahenten noch. Kurz darauf musste Van Aert reißen lassen. Fünf Kilometer später wurde der Paterberg erreicht. Dort hielt Pogacar abermals das Tempo hoch. Dieses Mal konnte Evenepoel nicht mehr folgen. Der Doppel-Olympiasieger blieb aber zu Pogacar und Van der Poel in Schlagweite, hatte sie die ganze Zeit im Blick. Zwischenzeitlich kam er näher heran, dann wurde die Lücke wieder größer - und so blieb es bis zum Schluss.
18 Kilometer vor dem Ziel ging es ein letztes Mal den Oude Kwaremont hinauf. Direkt am Fuße des Anstiegs attackierte Pogacar erneut. Dieses Mal war es auch für Van der Poel zu schnell. Der Slowene siegte schließlich mit 34 Sekunden Vorsprung vor Van der Poel und 1:11 Minuten vor Evenepoel.
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