Rom (rad-net) – Der Giro d’Italia 2026 (UCI 2.UWT) wird eine der anspruchsvollsten Rundfahrten der vergangenen Jahre. Die Streckenpräsentation in Rom bestätigte eine extrem kletterlastige Route mit insgesamt 3.459 Kilometern, 49.150 Höhenmetern sowie sieben Bergankünften, während nur ein einziges Zeitfahren im Programm steht. Die 109. Ausgabe der Corsa Rosa beginnt am 8. Mai erstmals in Bulgarien und endet am 31. Mai traditionell in Rom.
Die ersten drei Etappen führen entlang der Schwarzmeerküste und durch das Landesinnere bis nach Sofia. Anschließend folgt ein zusätzlicher Ruhetag, den die UCI durch den außergewöhnlich langen Transfer nach Süditalien genehmigt hat. Für Rennleiter Mauro Vegni, der nach über 30 Jahren bei RCS Sport im Februar in den Ruhestand geht, ist es die letzte von ihm gestaltete Strecke.
Im Fokus stehen die Bergetappen: Fünf Hochgebirgsabschnitte, sieben Bergankünfte und Klassiker wie der Blockhaus-Anstieg, der Passo Giau, als höchster Punkt des Giro, und zwei Auffahrten nach Piancavallo prägen das Profil.
Die längste Etappe des Rennens führt bereits am siebten Tag zum Blockhaus-Anstieg und dürfte die ersten größeren Abstände in der Gesamtwertung provozieren. Weitere schwere Prüfungen folgen auf der achten Etappe nach Fermo und auf der neunten Etappe nach Corno alle Scale, ehe auf der zehnten Etappe das einzige Zeitfahren des Giros auf dem Programm steht: Ein 40,2 Kilometer langer, flacher Kurs an der toskanischen Küste von Viareggio nach Massa, bei dem die Spezialisten wertvolle Sekunden herausholen können.
Nach weiteren anspruchsvollen Tagen in Ligurien und Piemont erreicht das Rennen am dritten Wochenende das Hochgebirge. Besonders herausragend ist die 19. Etappe, die Königsetappe nach Alleghe, die auf nur 151 Kilometern fünf schwere Anstiege und insgesamt 5.000 Höhenmeter umfasst – darunter den steilen Passo Giau.
Am vorletzten Tag wartet schließlich die doppelte Auffahrt zum Piancavallo, die entscheidend für den Ausgang der Rundfahrt sein dürfte.
Schon jetzt gilt Titelverteidiger Simon Yates (Visma – Lease a Bike) als einer der Hauptfavoriten, während auch der zweimalige Tour-Sieger Jonas Vingegaard einen Start in Betracht zieht. Primož Roglič soll bei Red Bull – BORA – hansgrohe das Team anführen, während bei UAE Team Emirates – XRG vor allem Isaac del Toro auf Wiedergutmachung aus ist.
Das Finale findet erneut in Rom statt. Die 131 Kilometer lange Schlussetappe führt über einen Rundkurs mit Kopfsteinpflasterpassagen rund um das Kolosseum, ehe die Fahrer die Rundfahrt mit einem erwarteten Massensprint abschließen.
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