Konya (rad-net) - Der deutsche Frauen-Vierer hat bei den Bahn-Europameisterschaften in Konya (Türkei) die Silbermedaille gewonnen. Im Finale mussten sich Franziska Brauße, Lisa Klein, Mieke Kröger und Laura Süßemilch nur den neuen Weltrekordhalterinnen aus Großbritannien geschlagen geben.
Der deutsche Frauen-Vierer mit Franziska Brauße, Lisa Klein, Mieke Kröger und Laura Süßemilch hatte sich souverän ins Finale gefahren. Dort traf das Quartett auf Großbritannien, das in der Zwischenrunde einen neuen Weltrekord aufgestellt hatte. Lange konnte der deutsche Vierer gegenhalten, konnte sich gegenüber den beiden Vorrunden nochmals steigern und erzielte mit 4:05,448 Minuten die zweitschnellste Zeit, die ein deutscher Frauen-Vierer jemals gefahren ist - besser waren sie nur bei ihrem Olympiasieg 2021 in Tokio unterwegs. Doch Großbritannien konnte auch nochmal zulegen, siegte in neuer Weltrekordzeit von 4:02,808 Minuten. «Wir sind sehr zufrieden mit dem zweiten Platz und der zweitschnellsten Zeit, die wir bis jetzt gefahren sind. Wir haben alles gegeben. Die Britinnen hatten den kleinen Vorteil, dass sie im Finale eine Fahrerin austauschen und insgesamt zu fünft fahren konnten. Wir sind das komplette Turnier mit vier Frauen gefahren», bilanzierte Brauße.
Auch die Männer präsentierten sich in der Mannschaftsverfolgung stark - wurden für ihre Leistung aber nicht belohnt. Benjamin Boos, Max-David Briese (beide REMBE | rad-net), Felix Groß (Frankfurter RC 90) und Ben-Felix Jochum (Lotto Kern-Haus Outlet Montabaur) waren in 3:45,853 Minuten so schnell unterwegs wie noch kein deutscher Vierer zuvor, verbesserten den deutschen Rekord von Tokio 2021 (3:48,861) um drei (!) Sekunden - und trotzdem reichte es am Ende «nur» zum sechsten Platz. Denn um den Einzug in die beiden Finalläufe ging es äußerst eng zu - den Deutschen fehlte weniger als eine Sekunde. «Mit dem sechsten Platz sind wir natürlich nicht zufrieden, denn das Ziel war klar ins Finale zu fahren. Der Rekord war aber gut. Entsprechend können wir mit unserer Leistung zufrieden sein, aber es lief noch nicht perfekt - wir haben also noch Luft nach oben. Bis zur WM, die das erste Turnier für die Olympia-Qualifikation ist, haben wir noch etwas Zeit, wissen aber auch, dass wir uns nicht zurücklehnen können», so Schädlich.
Eine Medaille knapp verpasst hat auch Maximilian Dörnbach (RSC Cottbus) im 1000-Meter-Zeitfahren. Mit seiner Fahrzeit von 59,223 Sekunden belegte er den fünften Rang. Am schnellsten war Joseph Truman (Großbritannien), der in 57,541 Sekunden den Titel gewann.
Im Sprint-Turnier der Frauen steht Lea Sophie Friedrich im Halbfinale. Sie wie auch Pauline Grabosch (beide RSC Cottbus) hatten sich als dritte beziehungsweise fünfte der Vorrunde souverän qualifiziert, hatten im Achtelfinale auch keinerlei Mühe, ihre Gegnerinnen auszuschalten. Im Viertelfinale bezwang Friedrich die Niederländerin Hetty van de Wouw glatt in zwei Läufen. Pauline Grabosch schied hier gegen die WM- und EM-Dritte des vergangenen Jahres, Alina Lysenko, aus. Das Sprint-Halbfinale sowie das Finale werden am morgigen Dienstag ausgetragen.
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