Oudenaarde (rad-net) - Franziska Koch (FDJ United-Suez) hat bei der Flandern-Rundfahrt einen guten zehnten Platz belegt. Ihre Teamkollegin und Europameisterin Demi Vollering gewann den Klassiker über zahlreiche berühmt-berüchtigte Kopfsteinpflaster-Anstiege.
Nach dem Start in Oudenaarde kam es sofort zu zahlreichen Ausreißversuchen. Dadurch entstand eine vierköpfige Spitzengruppe um Canyon-Sram-Zondacrypto-Fahrerin Anastasiya Kolesava. Später machten sich vier weitere Fahrerinnen auf die Verfolgung, von denen es am Ende zwei schafften, nach vorne aufzuschließen. Die Ausreißergruppe hatte maximal sechs Minuten Vorsprung.
Im Peloton passierte derweil nicht viel - abgesehen davon, dass der Wind und die Anstiege dafür sorgten, dass es sich allmählich dezimierte. Später ereignete sich ein größerer Sturz, von dem rund 15 Fahrerinnen betroffen waren, darunter Marlen Reusser (Movistar) und Kim Le Court (AG Insurance-Soudal).
Unterdessen lichtete sich auch die Spitzengruppe. Am Fuße des Molenbergs, 70 Kilometer vor dem Ziel, hatte sie noch knapp drei Minuten Vorsprung. Kurz vor dem Koppenberg, der rund 45 Kilometer vor dem Ziel erreicht wurde, wurde mit Kolesava die letzte Ausreißerin eingeholt.
Inzwischen hatte sich FDJ United-Suez an die Spitze des Feldes gesetzt und diktierte das Tempo. Am Oude Kruisberg, 28 Kilometer vor dem Ziel, bildete sich dadurch zwischenzeitlich eine fünfköpfige Spitzengruppe mit Koch, Vollering, Puck Pieterse (Fenix-Premier Tech), Pauline Ferrand-Prevot (Visma-Lease a Bike) und Lotte Kopecky (SD Worx-Protime), die aber kurz nach dem Gipfel wieder eingeholt wurde. Vollering verschärfte noch eine weitere Male das Tempo, aber konnte sich nicht absetzen.
Die entscheidende Attacke gelang der Europameisterin dann am Oude Kwaremont bei noch 18 zu fahrenden Kilometern. Ferrand-Prevot hielt am längsten mit Vollering mit, musste dann aber auch reißen lassen. Die Französin bekam daraufhin Gesellschaft von Pieterse, doch auch zu zweit konnten sie Vollering nicht mehr einholen. Die gewann am Ende mit 42 Sekunden Vorsprung, während sich Ferrand-Prevot im Sprint um Platz zwei gegen Pieterse durchsetzte. Koch erreichte mit den Verfolgerinnen knapp zwei Minuten hinter der Siegerin das Ziel.
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