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Muriel Furrer starb nach einem schweren Sturz bei der Straßen-WM. Foto: Archiv/Roth/dpa
31.03.2026 10:11
Ermittlungen zum Tod von Furrer bei Straßen-WM 2024 eingestellt

Zürich (rad-net) - Die Ermittlungen zum Tod von Muriel Furrer bei den Straßen-Weltmeisterschaften 2024 in Zürich sind eingestellt worden. Wie die Staatsanwaltschaft Zürich mitteilte, wurden keine strafrechtlich relevanten Fehler im Zusammenhang mit der Streckensicherung und der Ersten Hilfe nach dem Unfall festgestellt.

«Gestützt auf die polizeilichen Ermittlungen ist von einem Rennunfall ohne Hinweise auf ein strafrechtlich relevantes Verhalten oder ein Mitverschulden des Veranstalters, anderer Rennteilnehmerinnen oder von Drittpersonen am Sturz der Radrennfahrerin auszugehen», heißt es in der Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft.

Die 18-Jährige nahm am Straßenrennen der Juniorinnen teil, als sie auf einer Abfahrt des Zürcher Rundkurses stürzte. «Der Unfall ereignete sich um zirka 11:04 Uhr außerhalb des Sichtbereichs von Begleitfahrzeugen, Rennkommissaren, Zuschauern sowie Streckenposten», so die Staatsanwaltschaft. Die Ermittlungen ergaben, dass Furrer im Unterholz verborgen lag und 82 Minuten lang unentdeckt blieb, ehe sie von Rettungskräften gefunden und versorgt wurde. «Gemäß Untersuchungsergebnis trafen die ersten Rettungskräfte wenige Minuten nach dem Auffinden der Radrennfahrerin am Unfallort ein und begannen sofort mit der medizinischen Erstversorgung.» Furrer, die ein schweres Schädel-Hirn-Trauma erlitt, starb einen Tag später im Krankenhaus. Ob sie mit einer schnelleren Behandlung überlebt hätte, ist unklar.

Wie bislang üblich, wurde bei der WM in Zürich kein Live-Tracking aller Athletinnen und Athleten eingesetzt. «Deshalb wurde das plötzliche Fehlen einer Athletin nicht automatisch gemeldet», so die Staatsanwaltschaft.

Der Weltradsportverband UCI nutzte daraufhin bei den Straßen-Weltmeisterschaften 2025 in Ruanda erstmals ein GPS-Tracking-System. Künftig soll GPS-Tracking bei allen Profirennen verpflichtend sein und laut der UCI «schrittweise in den unterschiedlichen Rennklassen eingeführt» werden. Gerade vergangene Woche stürzte Tom Pidcock (Pinarello-Q36.5) bei der Katalonien-Rundfahrt unbemerkt einen Abhang hinunter, hatte aber Glück im Unglück: Er konnte per Funk auf sich aufmerksam machen und selbstständig wieder auf die Straße klettern.


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