Gistel (rad-net) - Das Para-Radsport-Nationalteam des Deutschen Behindertensportverbands startet mit einem Mix aus erfahrenen Athletinnen und Athleten sowie neuen Kräften in die WM-Saison 2026. Erster internationaler Härtetest ist der heute beginnende Straßen-Weltcup im belgischen Gistel vom 28. April bis 1. Mai.
Da in diesem Jahr keine Qualifikationspunkte für die Paralympischen Spiele vergeben werden, will Bundestrainer Gregor Lang die Saison für einen strategischen Umbruch nutzen. Im Mittelpunkt steht dabei die Aufgabe, die Medaillenhoffnungen der Routiniers mit der gezielten Förderung des Nachwuchses zu verbinden. Den ersten Weltcup in diesem Jahr in Thailand ließ das Team aus strategischen Gründen aus.
Für den Auftakt in Belgien sind 20 Kaderathletinnen und -athleten, drei Tandem-Pilotinnen sowie einige unabhängige Starter vorgesehen. Direkt danach folgt bereits der nächste Weltcup in Bozen vom 7. bis 10. Mai. Lang sprach von einer «logistischen Herausforderung», betonte aber zugleich, dass «das Team bereit sei, sich mit der Weltspitze zu messen». Eine zweistellige Medaillenausbeute in Belgien bezeichnete er als möglich.
Der personelle Wandel im Team ist unter anderem auf die Rücktritte von Steffen Warias und Kerstin Brachtendorf sowie die Auszeit von Handbikerin Annika Zeyen-Giles zurückzuführen. Umso wichtiger werden die erfahrenen Kräfte wie Pierre Senska, Matthias Schindler und Angelika Dreock-Käser.
Besonders im Fokus liegt erneut auf Michael Teuber, der mit 58 Jahren in seine 29. internationale Saison startet. Nach vier Trainingslagern und mehr als 5.000 Trainingskilometern liegt sein Schwerpunkt in Belgien auf dem Einzelzeitfahren, in dem er auf ein Top-Fünf-Ergebnis und damit auf die WM-Qualifikation hofft.
Zu den neuen Gesichtern im Team zählt C3-Fahrerin Marie Quellhorst, die aus der Para-Leichtathletik in den Para-Radsport gewechselt ist. Auch Maximilian Kromen will sich in Belgien empfehlen und peilt zum Auftakt eine Top-Ten-Platzierung im Zeitfahren an.
Nach den beiden Weltcups folgen vom 9. bis 14. Juni die Europameisterschaften in Maniago. Saisonhöhepunkt ist die Straßen-Weltmeisterschaft vom 4. bis 7. September in Huntsville im US-Bundesstaat Alabama. Zum Jahresabschluss stehen dann noch die Bahn-Weltmeisterschaften vom 29. Oktober bis 1. November in Apeldoorn auf dem Programm.
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