Brüssel (rad-net) - Pascal Ackermann gehört zu den besten deutschen Sprintern, hat etliche Siege gefeiert, doch ein bestimmter Sieg fehlt ihm noch: eine Etappe bei der Tour de France. Der 32-Jährige steht bei seiner neuen Mannschaft Jayco-AlUla im vorläufigen Tour-Aufgebot und hofft, dieses Jahr in Topform in Frankreich an den Start zu gehen.
Insgesamt kommt Ackermann auf 41 Profisiege - darunter insgesamt fünf Etappen beim Giro d'Italia und der Vuelta a España. 2019 gewann er sogar die Punktewertung bei der Italien-Rundfahrt. «Ich will unbedingt noch meine Etappe bei der Tour de France gewinnen und das Triple komplettieren», sagt Ackermann im «Alpecin Barbershop» von Wielerflits. Einmal wurde er Dritter. «Da spielt auch viel Glück eine Rolle. Für mich ist es wichtig, ausgeruht in die Tour zu starten. Keine Verletzungen mehr. Die haben mir in der Vorbereitung oft im Weg gestanden. Ich möchte eine komplette Saison fahren und dann bei der Tour alles geben.»
In den letzten Jahren wurde Ackermann oft von Verletzungen oder Pech im ungünstigsten Moment geplagt. Doch auch die Sprints hätten sich verändert: «Die Sprints im Peloton sind in den letzten Jahren viel schneller geworden. Auch der Kampf bis zum Schluss ist viel härter. Als ich vor zehn Jahren meine Profikarriere begann, konnte man noch einen 300-Meter-Sprint im Eins-gegen-Eins fahren. Heute dreht sich alles ums Timing und darum, bei dem unglaublich hohen Tempo noch einmal mehr beschleunigen zu können.» Deshalb weiß er: «Wer heute ein Rennen gewinnen will, muss einfach topfit sein. Ohne hundertprozentige Form hat man keine Chance mehr.»
In den kommenden Tagen stehen für Pascal Ackermann noch der Scheldeprijs und die Ronde van Limburg auf dem Programm, dann folgt noch Eschborn-Frankfurt, ehe er ab dem 8. Mai beim Giro d'Italia im Einsatz sein und diesen auch als Tour-Vorbereitung nutzen wird.
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