Gent (rad-net) - Am kommenden Wochenende beginnen die Klassiker - ein Teil der Saison, die sich Nils Politt (UAE-Team Emirates-XRG) dick im Kalender angestrichen hat. Vergangenes Jahr wurde er beim Auftakt im Rahmen von Omloop Het Nieuwsblad Zweiter. Das Ergebnis will er 2025 wiederholen, wenn nicht gar verbessern.
Vor Jahresfrist wurde Politt nur von Jan Tratnik (Visma-Lease a Bike) geschlagen und musste sich mit dem zweiten Platz zufrieden geben. Doch seine Ergebnisse bei den Top-Monumenten, darunter der dritte Platz bei der Flandern-Rundfahrt und der vierte Platz bei Paris-Roubaix, machten 2024 zu seiner besten Saison bei den Klassikern seit seinem zweiten Platz bei der Hölle des Nordens im Jahr 2019.
Ein Klassiker-Sieg fehlt dem Kölner jedoch noch und das hofft er, bereits beim Omloop oder bei Kuurne-Brüssel-Kuurne zu ändern. «Wenn ich das Gleiche erreichen kann, aufs Podium komme oder zum Sieg fahre, wäre das super», sagte Politt gegenüber Cyclingnews während der Volta ao Algarve. «Aber ich muss sagen, wir werden dort insgesamt ein superstarkes Team haben.» Das UAE-Team Emirates-XRG geht mit mehreren Optionen ins Rennen. «Tim Wellens ist in super Form, wie er diese Saison schon gezeigt hat, und dann sind da noch Jhonatan Narvaez, Florian Vermeersch und Rune Herregodts ... also wird es vielleicht ein gutes Wochenende für uns.»
Mit drei Top-Ten-Plätzen in den letzten vier Jahren ist Politt der wohl erfahrenste Omloop-Fahrer seiner Mannschaft. «Es ist nicht schwer, sich so früh in der Saison darauf zu konzentrieren. Wenn man die Form oder die Beine hat, dann ist es überhaupt nicht schwer», erklärt der 30-Jährige, der sich gut vorbereitet fühlt.
Politts größtes Ziel der Klassikersaison ist jedoch nicht unbedingt Omloop. «Roubaix ist auf jeden Fall eines meiner größten Ziele», sagte er gegenüber Cyclingnews während des Team-Trainingslagers im Dezember. «Es liegt meinem Fahrertyp am besten, es gibt dort nur flache Straßen, also geht es nur um Kraft und das liegt mir ziemlich gut.»
Vergangenes Jahr konnte Mathieu van der Poel sowohl die Flandern-Rundfahrt als auch Paris-Roubaix für sich entscheiden. Politt versuchte alles, konnte aber schließlich nicht mit dem Niederländer mithalten. «Ich war nicht in der richtigen Position, als Mathieu in Roubaix angriff, aber letztes Jahr war er ohnehin superstark», argumentierte Politt. «Hinter ihm gaben drei Jungs Vollgas, aber er hatte trotzdem einen Vorsprung von zwei Minuten, am Ende fast drei. Also hoffe ich einfach, dass ich dieses Jahr, wenn ich nach Roubaix zurückkomme, superstarke Beine haben werde.»
Holt euch die News aus der Welt des Radsports mit der App von rad-net direkt aufs Handy!
